unsere Hunde 2011

Lucy (06.11.2011 – 02.01.2012)

Die kleine Lucy hat sich ganz fantastisch bei uns eingelebt und wir sind total verliebt in die kleine Maus. Sie passt super in unser Rudel, es hat sich wirklich gelohnt, dass wir uns mit der Entscheidung, welches der drei Mädels aus dem L-Wurf wir behalten, so lange Zeit gelassen haben. Daran sieht man wieder einmal, wie wichtig es ist, nicht nur auf das Aussehen eines Welpen zu achten, sondern in erster Linie zu schauen, dass der Welpe in die neue Familie passt. Jedenfalls ist Lucy schon der Liebling aller unserer Hunde, sie spielt mit ihren Eltern, der Oma und den “Tanten”, nur bei Nando müssen wir halt aufpassen, dass der Riesenkerl die Kleine nicht niederwalzt. Nando ist halt kein Jackie, er ist eher ein Grobmotoriker…
Abgesehen von ihrem tollen Charakter hat sich Lucy auch von ihrem Aussehen her zu einem absoluten Traumhund entwickelt. Lucy wird richtig rauhaarig, ganz wie wir es uns gewünscht haben, sie hat einen fantastischen Körperbau, ein mega-süßes Gesicht, wache Augen….

Apropos Augen – am 2. Dezember hatte unsere Lucy einen ganz schlimmen Unfall…
Ich kam von einer mehrtägigen Dienstreise nach Hause und bin mit Lucy in den Garten zum Spielen gegangen. Lucy bekam „ihre dollen fünf Minuten“, sie rannte voller Freude wie verrückt im Kreis, hin und her, drehte sich wie ein Kreisel, – und rannte mit voller Wucht in einen in einer Ecke des Grundstücks liegenden Stapel Zäune. Sie schrie wie verrückt, ich bekam sie kaum zu fassen. Lucy blutete aus dem rechten Auge, sie war genau mit dem Auge in einen Metallstab von etwa vier Millimeter Durchmesser gerannt. Das Auge war schwer verletzt, das konnte ich sofort sehen. Aber Lucy hatte einen regelrechten Schock, so dass ich sie zunächst erst einmal beruhigen musste.
Unsere Tierärztin Frau Dr. Sehr hat dann das Auge untersucht, Lucy hatte ein etwas vier Millimeter großes Loch knapp oberhalb der Pupille. Die Hornhaut des Auges war schwer verletzt, das Loch war jedoch glücklicherweise nicht so tief, dass das Auge gleich ausgelaufen ist. Unsere Tierärztin hat uns dann drei verschieden Salben mitgegeben, die wir abwechselnd jede halbe Stunde von früh morgens bis spät abends in Lucy‘s Auge träufeln mussten. Und Lucy bekam einen Trichter, durfte nicht mit ihrer Mama spielen, damit Curly nicht versehentlich nochmals das Auge verletzt.
Frau Dr. Sehr gab Lucy’s  Auge zunächst eine Galgenfrist von einem Tag, sollte sich bis dahin keine Verbesserung einstellen, müsste sie das Auge vorübergehend zunähen – unter Vollnarkose!
Wir haben natürlich Freitag bis tief in die Nacht die arme, kleine Lucy „gequält“, jede halbe Stunde Salbe ins Auge geträufelt, und natürlich Samstag in aller Frühe wieder mit der Tortur begonnen.
Und Lucy? – sie hat all‘ das ohne jede Gegenwehr ertragen, war super-lieb und geduldig.
Samstag um 18:00 Uhr sind wir dann voller Angst wieder zu Frau Dr. Sehr gefahren, und sie gab zunächst Entwarnung! Wenn wir so weitermachten und sich das Auge nicht entzünden sollte, würde sie auf das Zunähen verzichten. Aber wir müssten damit rechnen, dass wir mindestens vier Wochen so weitermachen müssten, Salbe so oft es irgend möglich ist, den Trichter immer umlassen, möglichst nicht toben. Nicht toben, erklär das einmal einem Welpen von 12 Wochen – jeder Welpe von 12 Wochen will ständig toben, ein Jackie-Welpe von 12 Wochen erst recht…
Also ablenken, selbst mit Lucy spielen, damit die erwachsenen Jackies beim Spielen nicht versehentlich das Auge verletzen, leichter gesagt als getan. Aber wir haben es geschafft, wir haben gesalbt und gespielt, gespielt und gesalbt, und Lucy war super-super-lieb. Natürlich tat uns unsere kleine Maus auch furchtbar leid, und wir mussten natürlich auch aufpassen, dass wir sie nicht aus Mitleid völlig verwöhnen. Na ja, wir haben es so einigermaßen hinbekommen.
Wir waren dann natürlich mehrere Male bei Frau Dr. Sehr, und wir konnten die Verbesserung selbst sehen.
Und dann, bereits am 19. Dezember, durfte der Trichter ab! Das Auge war verheilt! Viel schneller als erwartet! Was haben wir uns gefreut, das viele Gesalbe hatte geholfen, das Loch war zu!
Seitdem holt Lucy natürlich nach, was sie versäumt hat. Und sehr zu unserer Freund sind unsere „alten“ Jackies unglaublich geduldig mit der kleinen Lucy, sie mögen sie wirklich sehr. Lucy wiederum versteht auch sofort, wann es genug ist. Sobald sich der Tonfall ändert, oder die Mimik, versteht sie das Signal sofort – und sucht sich einen anderen Jackie zu spielen. Und da ist bei uns ja zum Glück die Auswahl recht groß!
Curly hat sich von ihrer letzten Trächtigkeit auch schon sehr gut erholt, und wir haben sie einen Tag nach Weihnachten (schweren Herzens) kastrieren lassen. Aber wir wollten halt, dass Curly jetzt ihr Leben bei uns genießen kann, ohne dass sie irgendwelche Rangstreitigkeiten austragen muss, wie dass bei läufigen Hündinnen, vor allem wenn sie schon einmal Welpen hatten, immer wieder der Fall ist. Und die Gefahr von Tumoren in der Milchleiste ist nach einer Kastration ebenfalls nahezu ausgeschlossen. Wir haben bei unserer Oma Debbie nur positive Erfahrungen mit der Kastration nach der letzten Trächtigkeit gemacht, Debbie besteht seitdem nicht mehr auf ihrer Stellung als Alpha-Hündin. Streitereien mit den „gebährfähigen“ Junghündinnen geht Debbie einfach aus dem Weg, sie wird aber weiterhin von allen Hunden anerkannt und gemocht.
Die Kastration hat Curly auch schon gut verdaut, allerdings ist Curly ein Entfesselungskünstler, und der Body, den sie tragen muss, damit sie sich nicht selbst die Fäden zieht, wird von ihr mit wenigen schlangenartigen Umdrehungen um sich selbst ebenso elegant wie problemlos entfernt…
Also bekommt Curly einen einigermaßen Curly-sicheren, von Sabine selbst erfundenen und aus einem Küchen-Handtuch hergestellten Body verpasst. Und wenn wir nicht bei ihr sein können, und natürlich Nachts, gibt es halt zusätzlich noch einen Trichter. Das hat bislang ausgereicht, hoffen wir, es bleibt so… Ende der Woche ist auch diese Thema durch, dann werden endlich die Fäden gezogen!
Jetzt hoffen wir, dass das nun für die nächste Zeit reicht mit Hunde-OP’s!

Lucy-Eindrücke:

06.11.2011
Lucy allein im Wohnzimmer
hier gibt’s viel zu entdecken
10.11.2011
Lucy mit Oma Debbie
noch ist Oma Debbie nicht ganz überzeugt,
aber das soll sich bald ändern!
ist die nicht süß?,
wie ein kleines Steifftier, oder?
‘ne Wasser-Sprühflasche, wofür soll die wohl gut sein?
komisches halber Tier!
was ist das bloß?
Tante Lotta hat’s geklaut
14.11.2011
Lucy im Garten
20.11.2011
Lucy im Garten
So, das waren die Bilder vom 20.11.2011,
da war die Welt noch in Ordnung!Am 02.12. hatte Lucy sich dann die schwere
Augenverletzung zugezogen.
Doch Lucy ist so süß, die kann alles tragen,
sogar den ollen Trichter!
(Aufnahmen vom 06.12.2011)
auch mit dem ollenmTrichter
möchte Lucy mit Mama Curly schmusen
um Glück war das Auge nach knapp drei Wochen
wieder vollständig verheilt, und ohne Trichter
ist es doch viel schöner!
Lucy mit Oma Debbie und
“Tante” Lotta auf der Couch
(02.01.2012)

 

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